VIDEO Club 17

Videoinstallation, -Screening, Performance, Konzert, Künstlergespräche

 

 

Kuratiert von Josephin Böttger und Dieter Söngen

 

Eröffnung: Donnerstag, 7. Dezember, 20 Uhr

21 Uhr Thomas Sterna: „Selfie Rotator / Version Rede“, Performance

22 Uhr IRIS-A-MAZ: „EGO EDEN“, Lecture Performance

 

Ausstellung:

Freitag, 8. Dezember, 16 bis 19 Uhr

 

Samstag, 9. Dezember, 16 Uhr bis open end

21:30 Uhr Anton Kaun aka Rumpeln, Konzert-Performance

Danach : Djs Block Barley & Happah

 

Sonntag, 10. Dezember, 15 bis 21 Uhr

16 Uhr Gesprächsrunde „Video zwischen Kunst und Film“

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

 

VIDEO Club 17 ist der Pilot und Auftakt für ein jährliches Festival für zeitbasierte Künste in Hamburg. Der Name VIDEO Club knüpft bewusst an die 1999 gegründete, gleichnamige Präsentationsplattform der Hamburger Kunsthalle für Videokunst an, die nach einigen Jahren eingestellt wurde.

Im Rahmen der diesjährigen Gruppenausstellung sollen aktuelle Positionen zeitbasierter Künste mit dem Schwerpunkt auf Videokunst versammelt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler arbeiten an der Schnittstelle zwischen Video, Film, Performance und Musik und repräsentieren aktuelle Positionen experimenteller Video- und Medienkunst. Unabhängig vom jeweiligen thematischen Schwerpunkt bietet das Format VIDEO Club auch die Möglichkeit einer Standortbestimmung der Videokunst in Hamburg, sowie eine Plattform für einen Austausch zwischen Künstlern, Publikum und Kuratoren.

Unter den am VIDEO Club 17 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sind mit Johanna Bruckner eine Manifesta 11-Teilnehmerin, mit Katharina Duve und Timo Schierhorn zwei erfolgreiche Wettbewerbs-Teilnehmer für den MuVi Preis 2016 der Kurzfilmtage Oberhausen, sowie zwei Teilnehmer/innen an der diesjährigen Berlinale vertreten: Nicolaas Schmidt (mit "Final Stage") und Brenda Lien. "Call of Cuteness" von Brenda Lien und "Schwarze Welle" von MAriola Brillowska" sind aktuell für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.

 

berlin | raum für videokunst wurde 2015 als Vermittlungsplattform für Videokunst, experimentelle Musik und Performances in Hamburg gegründet.

 

VIDEO Club 17 wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

 

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am VIDEO Club 17:

 

Josephin Böttger

*1965, Studium an der HfbK (Diplom 2002), produziert bevorzugt 2-6 Kanal-Video-installationen. Ein Spezifikum der Videokünstlerin sind Projektionen im öffentlichen Raum. Josephin Böttger lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre Arbeiten sind vielfach in internationalen Ausstellungen vertreten.

https://josephinboettger.com/

 

Mariola Brillowska

*1961 Sopot/Zoppot, Polen, 1984-1991Studium Freie Kunst HFBK Hamburg seit 1982 Publikationen Prosa, Comics, Kunstausstellungen, seit 1987 Performances, Theatershows, seit 1988 Filme, 2002-2003 Gastprofessur Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, 2005-2013 Professur Hochschule für Gestaltung Offenbach/Main, 2014 „Cine High Heels#1“ tide.tv, 2016 „Big Girls“ berlin ǀ raum für videokunst, Hamburg

http://www.mariolabrillowska.com/

 

Johanna Bruckner

*1984 in Wien, Studium Bildende Kunst in Stockholm, Hamburg und New York. Abschluss 2014 an der HfbK in Hamburg. Bruckner interessiert sich für die Veränderungen in den Arbeitsbedingungen, die einhergehen mit fortschreitenden Techniken der Kommunikation im Kapitalismus. Bruckners Arbeit war zuletzt im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, in der Villa Croce, Museum für Zeitgenössische Kunst, Genua, und auf der Manifesta 11, Zürich, zu sehen. Sie erhielt 2016 das Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst und ist zurzeit Fellow an der Sommerakademie Paul Klee (2017 - 19). Mit diesem Format zeigte zuletzt ihre Arbeit am KW, Institute for Contemporary Art, Berlin. Johanna Bruckner lehrt zurzeit an der ZHdK in Zürich.

http://www.johannabruckner.org/

 

Katharina Duve

*1980 in Schwerin, Video & costume artist, lebt und arbeitet in Hamburg. 2010 Abschluss an der HfbK, Hamburg.

Auszeichnungen: 2016 Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, MuVi-Preis für das beste deutsche Musikvideo, Lobende Erwähnung für "If I Whre A Sneaker" 2014, 1. Preis für "Der Investor", 2012 2. Presi für "Fratzengulasch".

http://www.katharinaduve.de/katharinaduve/hello.html

 

Pachet Fulmen

*1985, lebt und arbeitet in Hamburg. Sie hat bis 2017 an der HfbK bei Anselm Reyle, Michael Diers, Udo Engel,  Ute Janssen, Marcus Steinweg und Robert Bramkamp studiert. In ihren Arbeiten (von gezeichneten Animationen über Malerei bis hin zur Installöation und Musik-Performance) jongliert sie auf oft grelle Weise mit unterschiedlichen Codes der Macht.

https://pachetfulmen.com

 

Rosanna Graf

*1988 in München, lebt und arbeitet in Hamburg. Preise / Stipendien: Projektförderung des Freundeskreises der HfbK 2017; Jahresstipendium des Freundeskreises der HfbK 2016; Karl H. Ditze-Preis für die beste Abschlussarbeit 2015; Art School Alliance - Mobilitätsstipendium am Goldsmiths College London 2014; Deutschlandstipendium 2013

http://cargocollective.com/rosannagraf

 

IRIS-A-MAZ

"So wie sich eine unmittelbare Überlagerung von Lebens- und Arbeitspraxis in der projektorientierten Arbeitsweise des Künstlerduos IRIS-A-MAZ vollzieht, geschieht dies ebenso auf inhaltlicher Ebene. Realität und Fiktion vereinen sich darin zu einem Amalgam, durch das eine Grenzziehung zwischen diesen unmöglich wird" (Auszug aus einem Text von Mascha Pöhls).

http://www.iris-a-maz.de/

 

Anton Kaun                                  

*1974. childhood. youth. 1990. noise. rumpeln. sonytony. kingteledubby. trashcantrasher. video. visulas. art.

Lebt und arbeitet in München

http://antonkaun.de/

 

Brenda Lien

*1995, arbeitet als Autorenfilmerin und Videokünstlerin. Seit 2012 studiert sie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach Kunst im Schwerpunkt Film und Animation.

Seit 2015 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ihre seit 2016 entstandenen Filme „Call of Beauty“ und „Call of Cuteness“ sind mit großem Erfolg auf zahlreichen Film- und Videofestivals gezeigt worden.

http://www.brendalien.de/

 

Wolfgang Oelze                    

*1967 in Münster, Hochschule für bildende Künste Hamburg, Abschluss 1998. Seine Arbeiten werden international ausgestellt, beispielsweise in der deutsch-chinesischen Gruppenausstellung »Mao se dun Kai - Sudden change of idea« im United Art Museum Wuhan, China. 2014 Einzelausstellung im Kunsthaus Hamburg mit dem Titel »the qualm«. Arbeiten von Wolfgang Oelze sind in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle und in der Sammlung Falckenberg vertreten.

https://biggerthanlife.de/

 

Oliver Rossol                     

*1987, Autorenfilmer und Videokünstler, studiert seit 2009 in der Film und Videoklasse der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Diverse Auszeichnungen für Filme und Videoarbeiten und Gruppenausstellungen in Weimar, Berlin, Leipzig und der indonesischen Nationalgalerie. Mit Viktor Tremmel entstand 2014 der Kurzfilm “Der reflektierende Käfer”, ausgezeichnet im Rahmen der Visionale Hessen 2016; mit Katharina Bach, 2015, “Die Zerstörung der Ordnung”.

http://www.oliverrossol.de/

 

Timo Schierhorn          

*1979, Studium an der HfbK, Abschluss 2009. Kennzeichnend sind die Zusammenarbeiten für Theater und Tanz/Musik-Performances sowie seine Musikvideos.

Auszeichnungen: 2010: Nacht um Olympia, Bester deutscher Experimentalfilm, European Media Art Festival Osnabrück; 2012: Fratzengulasch, MuVi, 2. Preis und Publikumspreis, Kurzfilmtage Oberhausen; 2014: Der Investor, MuVi, 1. Preis, Kurzfilmtage Oberhausen

timoschierhorn.de

 

Nicolaas Schmidt         

*1979, Studium an der HfbK, Abschluss 2016. Vielfache Beteiligungen an Internationalen Festivals, beispielsweise 2017: Teilnahme am Internationalen Wettbewerb des Internationalen Kurzfilmfestivals Hamburg mit "Final Stage".

Auszeichnungen: 2015: Jurypreis Hamburger Wettbewerb im Rahmen des Internationalen Kurzfilmfestival (IKFF) (zusammen mit Ray Juster) für: „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“; 2017: Berlinale, Sonderpreis in der der Sektion Perspektive Deutsches Kino, für „Final Stage“.

http://www.nicolaasschmidt.de/

 

Alexander Schubert

*1979, Studium der Informatik und Biologie in Leipzig, danach an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seitdem ist er als freischaffender Komponist und Dozent tätig. Schubert ist Gründungsmitglied der Ensembles Decoder, Trnn und „Schubert-Kettlitz-Schwerdt“ und Ember. Seine Stücke wurden unter anderem aufgeführt bei: Wien Modern, ICMC, SMC, ULTIMA, DLF, IRCAM, ZKM, Blurred Edges.

http://www.alexanderschubert.net/

 

Thomas Sterna

*1958. Studium der Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main, danach an der Kunstakademie in Mainz Bildhauerei. Seit einer Begegnung mit VALI EXPORT arbeitet er an den Grenzbereichen von Skulptur, Performance und Video. Preise/Stipendien (Auswahl): 2013 Förderung des Landes Südtirol für das Projekt „Unsterblich bis 11013“; 2011 Hessische Filmförderung für das Projekt „The Perfect Kitchen Show“. Thomas Sterna lebt und arbeitet in Meran/Südtirol und in Aschaffenburg.

http://www.thomas-sterna.de/

 

Thomas Sterna: AUTONOMIE

 

AUTONOMIE

Videoinstallation und Performance

von Thomas Sterna

Eröffnung:

Freitag, 7. Oktober 2016 um 20 Uhr
Beginn der Performance um 21 Uhr

 

Ausstellung:
8. – 16. Oktober 2016, geöffnet Sa – So, 15 – 20 Uhr 

FRAPPANT GALERIE in der Viktoria-Kaserne | Zeiseweg 9 (Zugang über den Hinterhof in der Bodenstedtstraße) | 22765 Hamburg |
www.frappant.org

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturbehörde Hamburg
 

 

Thomas Sterna verwandelt Räume in dreidimensionale, begehbare Skulpturen mit Bild-Charakter. Ein zentrales Thema in vielen der neueren Arbeiten von Thomas Sterna sind die Bedingungen künstlerischen Erfolgs im zeitgenössischen Kunstbetrieb.

 

Die Ausstellung »Autonomie« versammelt ausgewählte Arbeiten des Video- und Performance- Künstlers, die damit erstmals in Hamburg zu sehen sind. In einem komplexen Setting aus Raum-Skulptur, Aktion und Videoinstallation lässt er die Gesetze der Schwerkraft und der Wahrnehmung kippen und ebenso die Illusion des freien Künstlers.


In der Frappant Galerie wird er am Eröffnungsabend in einer um 45 Grad gekippten „White Cube Attrappe“ agieren. Die Aktion wird dank einer Liveübertragung aus dem Inneren des „Raums im Raum“ als großflächige Projektion zu sehen sein. Als "Künstlerkuratorenkunstkritikerhybrid" wird er eine Rede zum Thema Autonomie des zeitgenössischen Künstlers halten und sich dabei u.a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

Welchen Einfluss hat das "Big Money" auf die zeitgenössische Kunstproduktion? Und was hat das mit mir zu tun?


Ist der Preis eines Werkes ein schlüssiges Indiz für seinen Wert und seine Bedeutung? Und was hat das mit mir zu tun?

Nach welchen Kriterien unterstützen große Firmen Kunst? Gibt es Grenzen für diese Unterstützung oder ist alles Recht? Und was hat das mit mir zu tun?

Welche Rolle spielen Rankings aller Art für den Kunstbetrieb? Und was hat das mit mir zu tun?

Woran erkenne ich eine gute Arbeit? Lassen sich dafür Kriterien festmachen oder sind alle Urteile beliebig? Und was hat das mit mir zu tun?

Inwieweit hängt die Beurteilung von Kunst vom Standpunkt des Betrachters ab? Gibt es ein interesseloses Wohlgefallen?

 

Welche Interessen haben die "Big Player" im Kunstbetrieb? Und was hat das mit mir zu tun?


Warum gilt heute globale Kunst als hoch-, lokale Kunst als minderwertig? Woher kommt diese Aufspaltung, welche Interessen verbergen sich dahinter? Und was hat das mit mir zu tun?


 

Thomas Sterna

geb. 1958, lebt und arbeitet in Meran (Italien) und Frankfurt am Main. Er studierte 1980 - 1987 Germanistik und Philosophie an der Goethe- Universität in Frankfurt am Main und von 1987 - 1992 Freie Kunst an der Johannes- Gutenberg-Universität in Mainz. Zahlreiche Preise. Seit 1994 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Italien, England, Österreich, Frankreich, Russland und der Türkei.


http://www.thomas-sterna.de/

 

 

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