MOVEMENTS                                                                                                          Video Installation

 

Nils Löfke: PEOPLE DOING MOVES

Ida Lennartsson: OFFAL

Benjamin Zuber: NOT NO HORRORCORE SHIT                                                             

 

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Ausstellungsbeitrag zur vkunst frankfurt 2018

 

Freitag 4. Mai 20 - 24 Uhr

Samstag 5. Mai 20 - 24 Uhr

 

Galerie Der Mixer, Fahrgasse 22, 60311 Frankfurt am Main

 

 

Zum achten Mal wird die Fahrgasse im Frankfurter Zentrum zu einem Ausstellungsparcours für Video- und Medienkunst. An zwei Abenden werden 40 Videoarbeiten in 25 Galerien und Schaufenstern entlang der Fahrgasse zu sehen sein.

Die drei in der Galerie Der Mixer präsentierten Arbeiten gleichen Versuchsanordnungen zur Ich- und Körpererfahrung sowie zur Adaption des "Anderen". Auf unterschiedliche Weise offenbaren sie die Gebundenheit des Selbst an den Körper - seinen Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch seiner Verwundbarkeit und Begrenzung.

 

Nils Löfke (in Zusammenarbeit mit Hä*Wie!? und Taet Vremya): PEOPLE DOING MOVES

(2017), 8:36 min, kein Dialog

 

Die in dem Video festgehaltenen, lapidaren Bewegungsabläufe sind durch frühe Arbeiten von Koki Tanaka inspiriert. Tanaka hatte darin die Beziehung zwischen Objekten und Handlungen untersucht und verborgene Potenziale von Alltagshandlungen und -gegenständen freigelegt. In "People doing moves" treten an die Stelle von Tanakas Gegenständen die Körper bzw. Körperteile der jungen Männer. In sich wiederholenden Bewegungsabläufen generieren sie immer wieder neue geometrische, aber auch absurde Formen und Muster. Neben dem Körper, seiner physischen Präsenz und Formbarkeit geht es darin immer auch um die Interaktion und um die erweiterten Möglichkeiten eines Handelns in Gemeinschaft.

 

Nils Löfke (*1980) studierte ab 2012 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg Film, Performance, Zeitbasierte Künste (Abschluss im Februar 2018); er lebt in Hamburg.

https://www.facebook.com/nils.loe

www.vimeo.com/haewie

 

 

 

Ida Lennartsson: OFFAL

(2017)  9:42 min, kein Dialog

 

Ida Lennartsson setzt sich in ihrer Praxis unter anderem mit dem Körper und körperlichen Prozessen auseinander. Dabei werden auch Elemente der Verletzlichkeit und des Verfalls visualisiert, die in der öffentlichen Darstellung des Körpers tabuisiert oder mit Ekel assoziiert sind.

 

Das Video zeigt einen entblösten Körper in einem kargen Appartement, umgeben von leeren Plastikflaschen. Die Protagonistin ist auf eine eigentümliche Weise auf ihre Körperlichkeit konzentriert, die zwischen Empfindsamkeit, Leiden und Selbstbehauptung oszilliert. Die reduzierten Handlungen sind dem minimalistischen, existentiellen Formvokabular des Butoh-Tanzes entlehnt, mit dem sich Lennartsson in Japan intensiv befasste.

 

Ida Lennartsson (*1982, Mjölby, Schweden),

2007-2010 Studium an der Kunstakademie Oslo, 2010-2013 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, (Master-Abschluss), sie lebt in Berlin.

www.idalennartsson.com

 

 

Benjamin Zuber: NOT NO HORRORCORE SHIT (2014) 10:14 min

 

Wenn ein mitteleuropäisch sozialisierter junger Weißer Attribute aus der schwarzamerikanischen Subkultur adaptiert, wie sie in Hiphop-Songs und -Videos auf Youtube, über i-tunes oder in vergleichbaren Massenmedien auf dem heimischen Bildschirmen zelebriert werden. Was geschieht da eigentlich. Worin besteht die Faszination?

 

Der Titel des Videos verweist auf die Textzeile aus einem Underground-Hiphop-Song, dessen bedrohlich treibender Beat im Verlauf des Videos fortlaufend zu hören ist. Der Protagonist rapt karaokeartig den Original-Songtext mit und kämpft dabei sichtlich mit dem Tempo, der scharfen Rhythmik und dem obszönen, politisch in jeder Hinsicht unkorrekten Wortschatz des Originals. Mit dem 2. und 3. Durchlauf gewinnt er an Sicherheit...    

 

Benjamin Zuber *1982, lebt in Berlin

2010-2012 Academy of Fine Arts Vienna

2008-2009 Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

2004-2011 Academy of Fine Arts Nuremberg, diploma and ‚Meisterschüler‘

http://benjaminzuber.com

 

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